„Wissenschaft als Entdeckungsreise – mein Begriff von Wissenschaft“ (Teil 1)

Wissenschafts-Magazine, -Sendungen und -Medien erlebten in den letzten Jahren einen großen Aufschwung. Das öffentliche Interesse an Forschung und neuen Erkenntnissen ist groß. Die teils inflationäre Nutzung des Begriffs „Wissenschaft“ garantiert allerdings weder Methodik noch Wissen. Nicht selten driftet Wissenschafts-Journalismus in naiven Szientismus voller neopositivistischer Vorurteile ab. Wissenschaft wird hier als ein quasidogmatisches System verstanden, in … „Wissenschaft als Entdeckungsreise – mein Begriff von Wissenschaft“ (Teil 1) weiterlesen

Neue wissenschaftliche Publikationen aus dem InTraG

Walach, H. (2010). Notitia Experimentalis Dei – Experiential Knowledge of God: Hugh of Balma’s Mystical Epistemology of Inner Experience – A Hermeneutic Reconstruction. Salzburg: Institut für Anglistik. Lewith, G., Jonas, W. B., & Walach, H. (Eds.). (2010). Clinical Research in Complementary Medicine: Principles, Problems Solutions (2nd revised edition ed.). Ediburgh, London: Churchill Livingstone. Rostock, M., … Neue wissenschaftliche Publikationen aus dem InTraG weiterlesen

Wissenschaft und Zen

Wissenschaft und mystische Zugangsformen zur Welterfahrung haben eigentlich enorm viel gemeinsam. Ich will dies im folgenden am Beispiel Zen illustrieren. Meine Grundthese ist einfach: Echte Wissenschaft hat mit radikaler Offenheit gegenüber der Wirklichkeit zu tun und mit der Bereitschaft, alle überkommenen Dogmen, Lehrmeinungen und Theorien der Kritik zu unterziehen. Zen, als ein Beispiel für einen inneren Erfahrungszugang zur Wirklichkeit, zeichnet sich aus durch disziplinierte Hingabe an die eine Frage: Was genau ist die Natur der Welt und des Geistes?

Ist die Berichterstattung über die Homöopathie fair?

Auf kontroversen Gebieten ist es die Aufgabe von gutem Journalismus, die Komplexität der Debatte abzubilden und nicht Stellung zu beziehen. Letzteres schon deswegen nicht, weil es weder die Aufgabe noch die Kompetenz von Journalisten ist, Entscheidungen über Kontroversen zu treffen, sondern zu informieren. Wenn es schon Fachleuten, die sich ein professionelles Leben lang, tagaus, tagein, nach Lektüre von tausenden von Seiten, nach mehr oder weniger gründlicher Sichtung der Arbeit anderer, nach mehr oder weniger eigenen Arbeiten nicht gelingt, klare Antworten zu finden, so ist das ein klarer Hinweis darauf, dass eine Sache noch nicht gut genug erforscht oder verstanden ist. Dann ist es nicht nur schlechter journalistischer Stil, sondern dann ist es krasse journalistische Inkompetenz, wenn man in einer solchen Situation als Journalist meint, man sei der wiedergeborene Alexander und hätte nun die Aufgabe, den inkompetenten Wissenschaftlern und der verwirrten Öffentlichkeit weiterzuhelfen, indem man den gordischen Knoten des Zanks durchschlägt und ex cathedra der öffentlichen Meinung erklärt, wie sich die Sache nun wahrlich verhalte.

Meditation in der wissenschaftlichen Forschung

BERLIN, 26. November 2010. Die Wissenschaft beschäftigt sich seit rund
50 Jahren mit Meditation als Untersuchungsgegenstand. In dieser Zeit hat
die Meditationsforschung nicht nur dazu beigetragen, das grundsätzliche
Verständnis über die Grundlagen und Wirkungen von Meditation erheblich
zu erweitern, sondern es konnten auch…